Kulturamt Plochingen präsentiert das Programm für die neue Theaterspielzeit
Im November beginnt die neue Theatersaison 2025 / 2026 in der Plochinger Stadthalle. Das Plochinger Kulturamt setzt dabei wieder auf einen bunten Mix aus unterhaltsamer Krimi-Komödie, Musiktheater und klassischem Schauspiel. Fünf Stücke stehen auf dem Programm, für die ab sofort der Abonnementverkauf startet.
Die Spielzeit beginnt am Montag, 03. November 2025 mit der Krimi-Komödie von Henry Lewis, Jonathan Sayer und Henry Shields. Stellen Sie sich vor: Eine Amateurtheatertruppe will einen englischen Krimi auf die Bühne zaubern. Aber alles geht schief. Das mit Abstand lustigste Theaterstück der Welt. Pleiten, Pech und Pannen lassen die Lachmuskeln keine Sekunde zur Ruhe kommen. Herzlich willkommen zur Premiere der alljährlichen Theaterproduktion der Polytechnischen Universität: Mord auf Schloss Haversham; ein spannungsgeladenes, englisches Kriminalstück im Stile Agatha Christies. Alle Beteiligten erwarten voller Vorfreude die Premiere. Ein bisschen Lampenfieber haben sie auch. Toi Toi Toi und Hals- und Beinbruch! Wird schon schiefgehen. Und wie! Türen lassen sich nicht öffnen. Wanddekorationen fallen zu Boden. Requisiten sind vertauscht oder verschwunden. Dialoge laufen in der falschen Reihenfolge ab. Ein Missgeschick jagt das nächste. Die Premiere von Mord auf Schloss Haversham artet zunehmend zu einer Katastrophe aus. Egal, die Schauspieler*innen kämpfen sich tapfer durch die Vorstellung. The show must go on! Die vielfach nachgespielte britische Komödie läuft in London seit ihrer Uraufführung 2012 am laufenden Band. Ein Gag-Feuerwerk, das nicht nur Freunden des britischen Humors und des entgrenzten Slapsticks Bauchweh vor Lachen verursachen wird. Ein Gastspiel der Badischen Landesbühne.
Das Schauspiel „Heimsuchung“ nach dem Roman von Jenny Erpenbeck folgt am Mittwoch, 03. Dezember 2025. Ein Haus an einem märkischen See. In den Lebensläufen der Hausbewohner*innen zeigen sich die politischen Umbrüche der letzten hundert Jahre in Deutschland. Eine Erzählung vom Haben und Verlieren. Die Ostberliner Schriftstellerin Jenny Erpenbeck, 2024 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet, macht ein Sommerhaus zum Schauplatz für ein knappes Dutzend Lebensläufe – von den Zwanzigerjahren bis heute. Haus und Bewohner*innen erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die ersten Jahre danach. Jedes einzelne Schicksal erhält eine eigene Form, jedes entfaltet seine Dramatik, seine Tragik, sein Glück. Alle zusammen bilden ein Panorama, das verstört, beglückt, verunsichert und versöhnt. Heimsuchung, ab 2025/26 Schwerpunktthema im Deutschabitur, erzählt von den politischen Umbrüchen des letzten Jahrhunderts in Deutschland. Auf der Bühne wird daraus eine Multimedia Performance; ein lebendiges Bild von Haus, Landschaft und Menschenleben, ein Blick von außen auf uns selbst, so zeitlos wie aktuell. Um 19:30 Uhr findet eine Stückeinführung statt. Ein Gastspiel des Landestheaters Tübingen.
Am Donnerstag, 19. Februar 2026 dürfen Sie sich auf das Schauspiel von Jörn Klare „»...worin noch niemand war« – Ein Heimatabend“ freuen. Was ist Heimat? Was meint es, wenn wir von ihr sprechen? Ist Heimat in der globalisierten Welt noch wichtig? Wer darf wann von Heimat sprechen und wer vielleicht nicht einmal dort sein? Im Sommer 2024 begibt sich Autor Jörn Klare auf eine Reise quer durchs „Ländle“, an dessen Grenzen und darüber hinaus. Im Kontakt mit Land und Leuten will er mehr erfahren über das, was die Menschen hier umtreibt, was sie bewegt, und über den Ort, den sie Heimat nennen. Es geht um Liebe zur Heimat, den Kampf mit dieser und immer wieder die Frage, was genau das sein soll: Heimat? Als reisender Schreiber macht Jörn Klare seine Recherche zum Ausgangspunkt eines Theaterabends, der nationalen Identitätsbegriffen ebenso wie Marketingslogans entsprungenen Verballhornungen wie „The Länd“ entgegentritt. Heimat und Theater als Orte der Gemeinschaft und des Schaffens zusammenführend, arbeitet Klare an einem absolut gegenwärtigen theatralen Porträt unserer Region in der Welt. Ein radikal regionaler Theaterabend von Villingen-Schwenningen über Sigmaringen, Balingen und Tübingen bis Schwäbisch Gmünd. Ein Gastspiel der Badischen Landesbühne.
Die Komödie „Der Menschenfeind“ von Molière kommt am Montag, 23. März 2026 auf die Stadthallenbühne. Alceste hat sein Herz an die junge Witwe Célimène verloren. Diese ist ihm gegenüber nicht abgeneigt, doch sie genießt auch die Geselligkeit, hat viele Verehrer und liebt es zu flirten. Für Alceste als »Mann mit Grundsätzen« ist dies ein harter Schlag. Kompromisslos und unerbittlich weigert er sich, Zugeständnisse an Höflichkeit und Etikette in jeglicher Form zu machen. Anders als sein Freund Philinte, der der Meinung ist, die Menschen seien von Natur aus schlecht, ließen sich nicht ändern und müssten deshalb belogen werden, besteht Alceste auf radikale Aufrichtigkeit. Mit leidenschaftlicher Entschlossenheit geht er auf Konfrontationskurs mit einer heuchlerischen Gesellschaft, predigt absolute Wahrheit und begibt sich bewusst in eine Außenseiterposition. Doch wie viel Ehrlichkeit tut dem Zusammenleben gut? Und kann Alceste seine Célimène damit für sich gewinnen? Wortwitzig und pointenreich hat Molière ein tiefgründiges Stück über Schein und Sein – und eine wunderbar groteske Charakterkomödie geschrieben. Um 19:30 Uhr findet eine Stückeinführung statt. Ein Gastspiel des Landestheaters Detmold.
Mit dem Musikschauspiel „Loving the Alien – Ein David-Bowie-Abend“ geht am Mittwoch, 15. April 2026 die Theatersaison 2025 / 2026 zu Ende. Auf einer Kiesgrube in Nordbaden stürzt ein Raumschiff ab. Eine Person klettert aus den Trümmern und verschwindet. Eine Expeditionstruppe aus Musikern und Schauspielern macht sich sofort auf den Weg, um das Wrack zu erkunden. Was sie finden, ist eine Vielzahl von Hinweisen auf den mutmaßlichen Kommandanten des extraterrestrischen Flugobjekts. Oder waren es mehrere? Die Spuren weisen eher auf eine ganze Gruppe von Gestalten hin als auf eine einzelne Person: Major Tom, Ziggy Stardust, Aladdin Sane, The Thin White Duke und viele mehr. Schnell wird klar, dass es sich hier um die Raumkapsel des schillernden Musikstars David Bowie handelt. Der Inszenierungs- und Verwandlungskünstler ist schließlich immer wieder spurlos abgetaucht, um darauf jeweils als eine andere Kunstfigur mit neuer Musik im Gepäck wieder aufzutauchen. Doch wer war Bowie wirklich? Je mehr man sich mit ihm beschäftigt, umso geheimnisvoller wird er. Die Truppe, die auf eine Expedition ins Leben und zu den Songs von David Bowie geschickt wurde, diskutiert die Höhepunkte seiner Karriere ebenso wie ihre Tiefpunkte, sie streift Bowies erste Ehe, seine Vaterrolle und seine Zusammenarbeit mit anderen Musikern. Und doch landet sie immer wieder beim unnahbaren Mythos-Bowie, der Mensch entzieht sich ihrem Zugriff und genau das macht ihn so faszinierend. Der Liederabend lässt ein musikalischszenisches Kaleidoskop entstehen und feiert den britischen Ausnahmekünstler und seine fantastische Musik. Ein Gastspiel der Badischen Landesbühne.
Abonnementbestellung nimmt das Kulturamt gerne entgegen: persönlich oder per Post über die PlochingenInfo, Marktstraße 36, 73207 Plochingen, per Mail kultur@plochingen.de oder online unter www.plochingen.de/Theater. Der Vorverkauf für die einzelnen Stücke beginnt etwa drei Wochen vor Vorstellungsdatum in der PlochingenInfo. Karten für einzelne Vorstellungen können bereits telefonisch reserviert werden: Tel. 07153 / 7005-250. Spielstätte für alle fünf Stücke ist die Stadthalle Plochingen, Hermannstraße 25, 73207 Plochingen. Beginn der Stücke jeweils 20 Uhr.
Weitere Infos unter: www.plochingen.de/Theater