Aktuelle Projekte der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung beschäftigt sich mit einer großen Anzahl an Themen und Projekten, die immer den Bürgerinnen und Bürger zugute kommen sollen. Um der Bürgerschaft einen Überblick über derzeitige Schwerpunkte zu geben, werden hier sich in Umsetzung oder Planung befindliche Projekte kurz skizziert. Fragen und Anregungen nimmt die Stadtverwaltung gerne entgegen.

Hochbauprojekte

Sanierung Unteres Schulzentrum

Das mit Abstand umfangreichste Hochbau- und Städtebauprojekt der nächsten Jahre stellt die Sanierung des Unteren Schulzentrums dar. Ausgangspunkt ist die Sanierung des Gymnasiums Plochingen, welches nach einer Nutzungszeit von teilweise über 50 Jahren dringend modernisiert werden muss. Aufbauend auf einer Masterplanung für das Untere Schulzentrum wurde ein Planungsprozess initiiert, der zum Ziel hat, das Gymnasium Plochingen als grundständig 6-zügiges Gymnasium für die Zukunft vorzubereiten. Weiterer Teil dieser Maßnahme ist die Sanierung der Burg- und der Realschule, welche im Zuge des Sanierungsprozesses ihre derzeitigen Schulgebäude tauschen. Nach Beschluss des Gemeinderates soll in den Jahren 2020 bis 2021 darüber hinaus ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt werden, welcher den vom Gemeinderat beschlossenen Campus-Gedanken für das Untere Schulzentrum umsetzt und auch unter städtebaulichen Aspekten eine Perspektive für ein zukunftsfähiges Unteres Schulzentrum bietet. Der Planungsprozess für die Sanierung des Gymnasiums ist zwischenzeitlich so weit fortgeschritten, dass sowohl ein Vorentwurf als auch eine Kostenschätzung vorliegen. Die Kostenschätzung ergab eine Gesamtsumme für das Projekt „Erweiterung und Generalinstandsetzung des Gymnasiums“ von knapp 60 Mio. €. Dieser Betrag ist derzeit finanzwirtschaftlich nicht darstellbar, weshalb Planungsvarianten untersucht werden, welche die finanzielle Umsetzung der Maßnahme ermöglichen sollen.

Neubau Kinderhaus am Johanniterpark

Das Kinderhaus am Johanniterpark befindet sich derzeit in der Fertigstellungsphase. Das für 5 Kindergartengruppen angelegte Gebäude soll das Angebot an Kindergartenplätzen um 4 Gruppen für Kinder über 3 Jahre und 1 Krippengruppe ergänzen. Das in stark hängigem Gelände angelegte Gebäude ist bergseitig erdgeschossig, talseitig zweigeschossig und in den Gartenbereich des ehemaligen städtischen Krankenhauses, jetzt Johanniterstiftes, eingebettet. Für das Projekt sind gut 4 Mio € Baukosten veranschlagt. Nach derzeitigem Sachstand kann das Projekt sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen umgesetzt werden.

Weitere Sanierungs- und Bauprojekte in Planung bzw. Umsetzung

Die Stadt Plochingen verfügt in der Trägerschaft des Eigenbetriebs Wohnen der Stadt über ein umfangreiches Immobilienportfolio, welches einer permanenten Pflege und Instandhaltung bedarf. Die Stadt bedient sich hierfür der Unterstützung durch die Kreisbau Genossenschaft Kirchheim – Plochingen. Für das Jahr 2020 sind als wesentliche Investitionen die Sanierung des Daches und der Fassade des Gebäudes der Alten Spinnerei im Plochinger Bruckenwasen vorgesehen. Die Maßnahme wird einen Umfang von über 1 Mio. € annehmen.

Tiefbauprojekte

Kanalsanierung 2019/2020

Im Rahmen der Eigenkontrollverordnung ist die Stadt verpflichtet, den Zustand ihres Kanalnetzes aufzunehmen und die vorgefundenen Schadstellen zu beseitigen. Dieser Aufgabe geht die Stadt über Jahre nach und in den Jahren 2019/2020 wurden die Arbeiten fortgesetzt. Die Firma Geiger Kanaltechnik ist beauftragt, die Kanalsanierung für das Jahr 2019 durchzuführen. Hierbei werden in diversen Bereichen des Stadtgebietes Abschnitte des Kanals durch Inliner saniert. In den letzten Jahre wurden bereits Sanierungen im Kanalnetz durchgeführt und in den kommenden Jahren fortgeführt.

Brückensanierung

Im Zusammenhang mit dem Bau des Hafens Plochingen ist die Otto-Konz-Brücke (gelb) errichtet worden. Im weiteren Verlauf ist die Stadt Plochingen durch Errichtung der Verlängerten Hafenbrücke (rot) an das Hafengebiet und an die Anschlussstelle an die Bundesstraßen angeschlossen worden. Die zwei oben genannten Brücken gehören jetzt zur wichtigsten Verkehrsader der Stadt. Hinzu kommt, dass die Verlängerte Hafenbrücke Teil der Schwerlaststrecke des Landes ist, über die Schwertransporte in den Hafen gebracht werden. Nach jahrzehntelanger intensiver Nutzung sind diese Bauwerke in Teilen sanierungsbedürftig und für die kommende Zeit zu ertüchtigen, um den Standort der Stadt Plochingen als Hafenstadt für die Zukunft zu sichern.

Für das Jahr 2020 ist die Ausschreibung der Sanierung der Brückenverbindung Otto-Konz-Brücke und der Verlängerten Hafenbrücke vorgesehen. Aktuell werden die Planung und die öffentliche Ausschreibung der Maßnahme vorbereitet.

Sanierung der Eisenbahnstraße

Um die Bewohner der Esslinger Straße Richtung Altbach zu entlasten und um neue Gewerbeflächen in der Eisenbahnstraße zu erschließen, hat die Stadt in der Vergangenheit entschieden, die Eisenbahnstraße zwischen Wilhelmstraße und Esslinger Straße neu zu bauen. Mit dem Bau des neuen Feuerwehrgebäudes wurde der erste Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme realisiert. In den Jahren 2017/2018 wurde der Anschluss an die Robert-Bosch-Straße geschaffen. Nun ist es erforderlich, den Zusammenschluss der schon realisierten Bauabschnitte Richtung Stadt und den Umbau des Knotenpunktes Eisenbahnstraße/Wilhelmstraße zu verwirklichen. Derzeit wird an der Planung gearbeitet und die öffentliche Ausschreibung wird vorbereitet, sodass die Baumaßnahme im Jahr 2020 durchgeführt werden kann.

Projekte der Stadtplanung

Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungskonzept (MOVE) 2035

Die Bewältigung des Verkehrsaufkommens im Stadtgebiet Plochingen ist eine der bedeutendsten Herausforderungen der gegenwärtigen Stadtentwicklungsplanung. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat haben sich daher dazu entschlossen, mit einem ganzheitlichen Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungskonzept (MOVE) 2035 das Thema der zukünftigen Mobilität und des Verkehrs aktiv in die Hand zu nehmen. Für das gesamte Stadtgebiet soll dafür ein Maßnahmen- und Handlungskonzept erarbeitet werden. Wichtig ist dabei das Mitwirken aller Bürgerinnen und Bürger.

  • Inwieweit ist das Verhältnis zwischen motorisiertem Individualverkehr und alternativen Verkehrsmitteln (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) veränderbar?
  • Welche Ansätze für neue Mobilität in Plochingen können die Fahrten mit dem eigenen PKW ersetzen?
  • Wie begegnet die Stadt der Herausforderung des immer weiter steigenden Verkehrsaufkommens?

Auf diese und weitere Fragen sollen mit dem Konzept MOVE Antworten gefunden werden. Mit MOVE erfolgt aus einer Betrachtung aller Verkehrsarten die Erarbeitung von Projekten und Maßnahmen zur zukünftigen Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung. Das Ergebnis wird eine Strategie zur Umsetzung konkreter Maßnahmen im Sinne eines integrierten Handlungskonzeptes sein. Das Konzept ist auf das Jahr 2035 ausgerichtet. Innovative Mobilitätslösungen von Morgen sollen genauso mitgedacht werden wie die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsarten.

Bei der Erarbeitung des Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungskonzeptes erhält die Stadt Plochingen Unterstützung durch das Unternehmen BrennerBERNARD Ingenieure GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Aalen und Stuttgart ist mit den einzelnen Arbeitsschritten beauftragt. Vorgesehen ist eine Projektlaufzeit bis zum Frühjahr 2021. Der Planungsprozess des MOVE wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Verbandsbauamt des Gemeindeverwaltungsverbandes Plochingen entwickelt. Die Erarbeitung erfolgt als integrierter Prozess, im Dialog mit politischen Gremien und der Öffentlichkeit. Experten, Akteure der Stadt, Fachbehörden, Verkehrsverbände und die Polizei werden ebenfalls beteiligt.Details zu Vorgehensweise und Umfang der Verkehrskonzeption finden Sie in der Projektvorstellung (2,014 MiB)

Es werden die Bearbeitungsschrittes des MoVe Plochingen in einem Schema dargestellt.

Der erste Bearbeitungsschritt, die Bestandsaufnahme und Analyse, steht kurz vor dem Abschluss. Die Aufbereitung der Ergebnisse, unter anderem der Verkehrszählung und der Haushaltsbefragung, läuft. Für die abschließende Auswertung wird noch Zeit benötigt. Daher wird die öffentliche Vorstellung der Ergebnisse voraussichtlich im 1. Quartal 2020 stattfinden. Darauf aufbauend wird bereits der Einstieg in die Zieldefinition - Leitbild vorbereitet.

Für Rückfragen zur Methodik und zu den Zielen des MOVE steht Ihnen das Verbandsbauamt Plochingen, Schulstraße 5-7, 73207 Plochingen, gerne zur Verfügung.

Sanierungsgebiete

Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden

Mit städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen bietet das Baugesetzbuch ein Instrument, um in festgelegten Gebieten städtebauliche Missstände zu beheben oder zumindest zu mindern. Die Stadt Plochingen strebt eine kontinuierliche Verbesserung der städtebaulichen Struktur im Stadtgebiet an. Mit gezielt angelegten Voruntersuchungen werden von der Stadt solche Gebiete als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt. Die Sanierungsmaßnahmen werden unterstützt von städtebaulichen Förderprogrammen von Bund und Land. Zur Zeit bestehen in der Stadt folgende Sanierungsgebiete:

  • Sanierungsgebiet Bahnhofsbereich
  • Sanierungsgebiet Filsgebiet-West

Sanierungsgebiet Bahnhofsbereich

Im Frühjahr 2011 wurde das Bahnhofsumfeld von Plochingen als städtebauliche Sanierungsmaßnahme "I-Bahnhofsbereich" förmlich festgelegt. Die Maßnahme wird im Rahmen des Förderprogrammes "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" von Bund und Land finanziell unterstützt. Die Maßnahme ist bis zum April 2023 befristet.
Im Zuge der Maßnahme ist es bisher insbesondere gelungen, die Eisenbahnstraße im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofes auszubauen. Die Eisenbahnstraße in diesem Bereich erschließt neu geschaffene Bauplätze für Gewerbe und das Musikzentrum Baden-Württemberg. Das Musikzentrum Baden-Württemberg des Württembergischen Blasmusikverbandes wird in diesem Bereich derzeit errichtet.
Im Jahr 2020 wurde der Kreuzungspunkt Eisenbahnstraße/Wilhelmstraße ausgebaut, mit dem Ziel, den ausgebauten westlichen Teil der Eisenbahnstraße verkehrssicher anzubinden. Im Umfeld des Bahnhofes konnten diverse Wohn- und Geschäftshäuser modernisiert und bedeutende Grunderwerbe und Ordnungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Bis zum Jahr 2023 sind gestalterische und funktionale Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum, insbesondere der Bahnhofstraße, eingeplant. Weitere private Erneuerungsmaßnahmen sind in der verbleibenden Zeit ebenfalls möglich.

Die aktuelle, förmlich festgelegte Abgrenzung des Sanierungsgebietes "I-Bahnhofsbereich" mit der erfolgten 1. und 2. Erweiterung finden Sie hier (2,536 MiB).

Sanierungsgebiet Filsgebiet – West

Seit dem Frühjahr 2017 ist mit der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme "Filsgebiet-West" ein weiteres Sanierungsgebiet in Plochingen festgelegt worden. Die Maßnahme wird mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" gefördert.
Die Zielsetzung dieses Sanierungsgebietes ist neben der Steigerung des Wohnwertes für die im Bereich vorhandenen Wohngebäude, das Gewerbeflächenangebot in der Stadt Plochingen zu erweitern. Außerdem soll die Fils wieder besser erlebbar gemacht werden. Das Gewerbeflächenangebot in der Stadt ist aufgrund topographischer Gegebenheiten äußerst begrenzt, eine Steigerung des Angebots hat deshalb vorrangig auf die Möglichkeiten der Nachverdichtung zu setzen, d.h. bislang ungenutzte bzw. brachliegende gewerbliche Bauflächen sollen als neue gewerbliche Bauflächen erschlossen und dem Markt zur Verfügung gestellt werden.
Die Untersuchung verschiedener Erschließungsalternativen im Rahmen einer ingenieurmäßigen Machbarkeitsstudie ist bereits erfolgt. Auf der Basis der Machbarkeitsstudie wird ein umsetzbarer städtebaulicher Entwurf erarbeitet, auf dessen Grundlage mit einem Bebauungsplan die baurechtliche Grundlage für die Umsetzung der Erneuerungsmaßnahmen geschaffen wird.

Grundlegende Unterlagen zum Sanierungsgebiet "Filsgebiet-West":

Am 21.11.2019 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung im Foyer der Stadthalle Plochingen statt. Bei dieser Veranstaltung wurde über den Zwischenstand des Umsetzungsprozesses der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme berichtet. Gleichzeitig wurden die sanierungsrechtlichen Grundlagen für die Durchsetzung der Sanierung erörtert. Hier finden Sie die Folien der Präsentation. (5,933 MiB)
Die Stadt Plochingen bedankt sich für das große Interesse und die Teilnahme.

Private Sanierungsmaßnahmen innerhalb der Sanierungsgebiete

Innerhalb der Sanierungsmaßnahmen haben private Eigentümer die Chance, für eigene Maßnahmen finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Fördermitteln zu erhalten. Zur Umsetzung hat die Stadt Plochingen Bewilligungsrichtlinien erlassen. Diese sind als Rahmenbedingungen für die Förderfähigkeit der privaten Sanierungsprojekte vom Gemeinderat verabschiedet worden. Die aktuellen Bewilligungsrichtlinien finden Sie hier (20,2 KiB).

Das Verbandsbauamt Plochingen steht Ihnen bei konkreten Fragestellungen gerne zur Verfügung.