Verlängerung des Lockdowns - Schrittweise Öffnungen der Schulen und Kitas

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, den Lockdown weitestgehend bis 7. März zu verlängern. Schulen und Kitas sowie vereinzelte Einrichtungen sollen schrittweise ab 22. Februar bzw. 1. März geöffnet werden.

Schrittweise Öffnung der Schulen und Kitas ab 22. Februar

„Die Entscheidung, die Grundschulen und Kitas wieder zu öffnen, ist ein wichtiger Schritt für die Familien im Land, die in der aktuellen Situation eine enorme Last tragen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. „Auch vor dem Hintergrund der Studienlage und der Einschätzung von Virologen, dass Kinder im Alter bis zehn oder zwölf Jahren keine Treiber der Pandemie und seltener mit dem Corona-Virus infiziert sind, können wir diesen Schritt nun gehen.“

Ab 22. Februar
sollen die Grundschulen und Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren wieder schrittweise für den Präsenzunterricht öffnen. 
sollen die Kitas und Einrichtungen der Kindertagespflege zu einem Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückkehren. 
Perspektivisch wird in einem nächsten Schritt auch an den weiterführenden Schulen Präsenzunterricht im Wechselmodell angestrebt – sofern es das Infektionsgeschehen zulasse. 

Konzept für den Wiedereinstieg im Überblick

Das Konzept für den Wiedereinstieg ist angelehnt an die Regelungen für den Wiedereinstieg nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr zum Ende der Pfingstferien. Damit können die Schulen bei ihren Planungen auf die organisatorischen Erfahrungen zurückgreifen, als dieses Modell bereits an den Grundschulen erfolgreich umgesetzt wurde. 


An den Grundschulen soll ab dem 22. Februar ein Wechselbetrieb mit je zwei Klassenstufen pro Woche starten.
Zwei Klassenstufen sollen jeweils in die Präsenz kommen, die beiden anderen lernen von zu Hause aus. 
Der Unterricht soll in möglichst konstanten Gruppen erfolgen und jeweils mindestens 10 Unterrichtsstunden pro Woche umfassen. 
Vorrang haben die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht sowie in Klassenstufe 4 die Vorbereitung auf den Übergang auf die weiterführende Schule. Sportunterricht findet nicht statt. 
Ergänzt wird der Präsenzunterricht durch Lernmaterialien für alle Klassenstufen im Fernlernen. 
Es wird weiterhin eine Notbetreuung geben. 
Unabhängig von der Notbetreuung ist auch der reguläre Betrieb von Betreuungsangeboten wieder ausdrücklich zugelassen, aber nur soweit Schülerinnen und Schüler wieder in der Präsenz unterrichtet werden. Dies bedeutet ganz konkret: An den Tagen, an denen die Schülerinnen und Schüler in der Präsenz unterrichtet werden, können sie auch die Betreuungsangebote und den Ganztag nutzen. An anderen Tagen jedoch nicht. 
Es besteht weiterhin keine Präsenzpflicht.


Wechselunterricht ab 22. Februar auch für Abschlussklassen 
Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfungen ablegen, werden im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet.


Gezielte Fördermöglichkeit für Schülerinnen und Schüler
Einzelne Schülerinnen und Schüler, die über den Fernunterricht nicht erreicht werden konnten oder Schwierigkeiten beim Fernlernen haben, können in den Präsenzunterricht einbezogen werden.
Diese Möglichkeit gilt sowohl in den Grundschulen wie auch an den weiterführenden und den beruflichen Schulen. 


Ausstattung des Personals an Grundschulen und Kitas mit Schutzmasken
Um Beschäftigte an Schulen und Kitas mit Schutzmasken zu versorgen, hat das Sozialministerium bereits eine entsprechende Bestellung von FFP2-Masken veranlasst. Bis diese geprüft und an die Einrichtungen geliefert werden können, wird eine behelfsweise Versorgung durch OP-Masken organisiert. 
Eine Maskenpflicht im Unterricht an den Grundschulen wird weiterhin nicht angestrebt.


Mehr Testungen für das Personal an Kitas und Schulen
Das Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege kann sich zunächst bis zu den Osterferien zweimal pro Woche mittels Schnelltest anlasslos testen lassen. 
Die Schnelltests sollen bei Ärzten und Apotheken in Anspruch genommen werden können.
Gesundheitsminister Lucha hat in diesem Kontext zugesichert, bis zum Ende der Faschingswoche hierfür eine verlässliche und landesweit verfügbare Infrastruktur zu gewährleisten.

Änderung der CoronaVO Studienbetrieb

Die CoronaVO Studienbetrieb wurde entsprechend den neuen Regularien der CoronaVO redaktionell angepasst.

Die aktuell gültige Fassung können Sie hier nachlesen.

Perspektive für weitere Lockerungen und Öffnungen ab 1. März

„Der nächste Öffnungs-Schritt soll bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 erfolgen“, kündigte Ministerpräsident Kretschmann an. 
Neben dem Einzelhandel mit einer Begrenzung von einem Kunden pro 20 Quadratmetern sollen auch Museen und Galerien sowie die noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen können. Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der inzwischen bereits seit längerem bestehenden Schließung sollen auch diese, abhängig vom Infektionsgeschehen, perspektivisch ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Dabei müssen Hygieneauflagen wie medizinische Masken, Steuerung des Zutritts und im Voraus fest vergebene Terminen eingehalten werden.

Weitere Informationen

Den Beschluss der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin vom 10. Februar 2021 können Sie hier in einer PDF-Datei nachlesen.