Gemeinsame Lösung für die Plochinger Ganztagsgrundschule gefunden

Angesichts des einschneidenden personellen und räumlichen Engpasses an der Plochinger Burgschule wurde eine pragmatische Lösung gesucht. Schulleitung, Stadtverwaltung und das Staatliche Schulamt haben nun gemeinsam Optionen entwickelt.

Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 bietet die Plochinger Burgschule ein Ganztagsangebot an, das sich sehr großer Nachfrage erfreut. Inzwischen übersteigt die Nachfrage jedoch die vorhandenen Personal- und Raumressourcen, sodass sich Schulleitung und Stadtverwaltung gezwungen sahen, die zu betreuende Anzahl an Schülern für das nächste Schuljahr zu begrenzen, um weiterhin eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Betreuung zu ermöglichen. Während der Gemeinderat zustimmte, sprach sich das Staatliche Schulamt in Nürtingen aufgrund der Verpflichtungen der Stadt als Schulträgerin dagegen aus. Problematisch ist die Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums, das während der Bauphase interimsweise auf Räumlichkeiten anderer Schulen – auch der Burgschule – ausweichen muss.

Gleichzeitig sehen sowohl Stadtverwaltung, Schulleitung als auch das Staatliche Schulamt den großen Bedarf nach einer weiterhin verlässlichen Betreuung. Um den Eltern und dem Lehrerkollegium ein positives Signal zu senden, haben die Beteiligten kurzfristig Lösungsmöglichkeiten erörtert. Ziel des Treffens war es, eine gemeinsame Lösung zu entwickeln, die Lehrkräfte und Eltern bereits im kommenden Schuljahr merklich entlastet, ohne dabei das Ganztagsangebot einschränken oder Familien aus dem Angebot ausschließen zu müssen. Dazu wird beispielsweise die Nutzung von Räumlichkeiten der Neckar-Fils-Realschule in Betracht gezogen, wobei sich die Beteiligten dahingehend einig sind, dass „die Grundschüler nicht von morgens bis abends in einem Klassenzimmer sitzen sollen,“ wie Schulleiterin Jutta Reutter dem Anspruch an eine hochwertige Betreuung Nachdruck verleiht. Auch eine personelle Verstärkung durch Betreuungskräfte ist dringend erforderlich, um mehr Kinder beaufsichtigen und – beispielsweise durch Betreuungsangebote im Freien – hinsichtlich der räumlichen Kapazitäten Abhilfe schaffen zu können.

„Aufgrund der akuten Probleme waren die weiteren Gespräche wichtig,“ so Bürgermeister Frank Buß. „Ich bin froh, dass wir eine schnelle Lösung finden konnten.“ Das Staatliche Schulamt unterstützt die Maßnahmen: „Wenn man bereit ist, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, können Lösungen gefunden werden,“ lobt Schulamtsdirektorin Dr. Corina Schimitzek die konstruktive Herangehensweise. Im Januar wird sich die Runde erneut treffen, um auch im Hinblick auf den Betreuungsanspruch ab 2026 weiter an einer mittelfristigen Lösung zu arbeiten.