Ausweitung der Corona-Maßnahmen zum 20. Dezember

Mit der Anpassung der Corona-Verordnung zum 20. Dezember werden Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene sowie ein Ansammlungs- und Verweilverbot an Silvester eingeführt. Messen und Ausstellungen sind nicht mehr erlaubt.

Ab kommenden Montag, 20. Dezember treten neue Corona-Regelungen in Kraft. Damit setzt das Land einen Beschluss der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit dem Bund um. Die Corona-Verordnung gilt zunächst bis zum 17. Januar 2022, wird aber fortlaufend an das aktuelle Infektionsgeschehen angepasst.

In der derzeitigen Alarmstufe II gelten künftig auch Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene: Treffen mit ausschließlich geimpften oder genesenen Personen sind nur noch mit maximal 50 Personen in Innenräumen und mit maximal 200 Personen im Freien gestattet. Daneben kann an Silvester auf öffentlichen Plätzen ein Ansammlungs- und Verweilverbot gelten. Mit der neuen Verordnung werden zudem Messen untersagt.

Die wichtigsten Änderungen im Detail:

  • Anpassung der Kontaktbeschränkungen - auch für Geimpfte und Genesene:
    - In der Alarmstufe II gilt für private Zusammenkünfte, so auch für Weihnachtsfeiern, bei denen eine nicht geimpfte und nicht genesene Person teilnimmt: ein Haushalt plus eine weitere Person. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre zählen zur Personenzahl nicht hinzu. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt. 
    - In der Alarmstufe II gelten auch für geimpfte und genesene Personen Kontaktbeschränkungen: In geschlossenen Räumen dürfen maximal 50 Personen zusammenkommen. Im Freien dürfen nicht mehr als 200 Personen zusammenkommen. Dabei zählen jeweils auch Personen dazu, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und für die es keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt. Ausgenommen bei der Zählung der Personen sind Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre. 

  • Konkretisierung der Ausnahmen bei der 2G+ Regelung: Ausgenommen von der Testpflicht bei 2G+ sind: 
    - Personen, deren Zweitimpfung nicht länger als sechs Monate zurückliegt.
    - Personen, die mit dem Impfstoff Johnson & Johnson geimpft wurden und deren Impfung nicht länger als sechs Monate zurückliegt.
    - Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung (Booster) erhalten haben – dazu zählen auch genesene Personen, die eine Auffrischungsimpfung bekommen haben.
    - Genesene Personen, deren Genesenennachweis nicht älter als sechs Monate ist.
    - Personen, für die keine Empfehlung der STIKO zur Auffrischimpfung vorliegt. Das betrifft Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre und Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel mit ärztlicher Bescheinigung. 

  • Untersagung von Messen und Ausstellungen in der Alarmstufe II:
    Auch die CMT Messe musste für 2022 leider abgesagt werden. 

  • Personenobergrenzen bei Kongressen:
    Für Kongresse gelten die gleichen Regelungen wie bei Freizeit- u. Kulturveranstaltungen, d.h. höchstens 50 Prozent der zugelassenen Kapazität sowie Personenobergrenze von 750 Besucherinnen und Besuchern. 

  • Zutritt zu Landesbibliotheken und Archiven:
    Der Zutritt zu Landesbibliotheken und Archiven ist genesenen und geimpften Personen in der Alarmstufe II ohne Vorlage eines negativen Corona-Tests möglich. Nicht geimpfte und nicht genesene Personen müssen einen negativen PCR-Test vorlegen. 

  • 3G für bestimmte medizinische und gesundheitsbezogene Dienstleistungen: 
    Für die Inanspruchnahme von Physio- und Ergotherapie, Geburtshilfe, Logopädie und Podologie sowie medizinische Fußpflege und ähnliche gesundheitsbezogene Dienstleistungen gilt in allen Stufen 3G. Ein negativer Schnelltest reicht aus. 

  • Ansammlungsverbote an Silvester und Neujahr:
    Zwischen dem 31. Dezember 2021, 15 Uhr, und dem 1. Januar 2022, 9 Uhr, sind auf von den Städten und Gemeinden festzulegenden Plätzen Ansammlungen von mehr als zehn Personen untersagt. 

  • Zutritt zu kommunalen Verwaltungen wie Rathäusern, Zulassungsstellen u.Ä.:
    In den Alarmstufen gilt ab dem 1. Januar 2022 für die Gebäude kommunaler Verwaltungen wie etwa Bürgerämter, Zulassungsstellen, Führerscheinstellen, Einwohnermeldeämter und Rathäuser 3G, wobei ein negativer Schnelltest ausreichend ist. Die Behörden können vor Ort Ausnahmen von dieser Regelung zulassen.

Weitere Informationen

Corona-Verordnung ab 20. Dezember

Meldung des Landes Baden-Württemberg zur Corona-Verordnung ab 20. Dezember

Alle Regelungen auf einen Blick

FAQs zur Corona-Verordnung

Die neuen Regelungen ab 20.12. (Grafik: Land Baden-Württemberg)
Grafik: Land Baden-Württemberg