Was tun bei positivem Coronatest? - Änderung beim Fall- und Kontaktpersonenmanagement

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg konzentrieren sich künftig noch stärker auf größere Ausbruchsgeschehen und den Schutz vulnerabler Gruppen, beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen. Das bedeutet, dass ab sofort – bis auf größere Ausbruchssituationen und Infektionsgeschehen in vulnerablen Gruppen – positiv auf das Coronavirus getestete Personen nicht mehr routinemäßig von den Gesundheitsämtern kontaktiert werden. Nichtsdestotrotz gilt für sie die entsprechende Absonderungspflicht, die auch weiterhin von den Behörden kontrolliert wird. 

Folgende Empfehlungen und rechtliche Regelungen gelten:

  • Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion sollten sich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Da derzeit ebenso viele andere Erreger kursieren, kommen auch andere Ursachen in Betracht.
    Kostenfreie Testmöglichkeiten für Personen mit Corona-Symptomen sind auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung zu finden. 

  • Personen mit einem positiven Antigen-Schnelltest oder PCR-Test müssen sich in häusliche Absonderung begeben (in der Regel 14 Tage). Wer keine Symptome hat und geimpft ist, kann sich nach fünf Tagen mittels PCR-Test freitesten und - bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses - dann die Absonderung beenden.
    Informationen gibt es in den FAQs des Landes oder auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 

  • Ungeimpfte Haushaltsangehörige von positiv getesteten Personen müssen ebenfalls für 10 Tage in Absonderung.
    Diese kann vorzeitig beendet werden:
    - durch einen negativen PCR-Test ab Tag 5 der Absonderung (für Schülerinnen und Schüler und regelmäßig getestete Kita-Kinder genügt ein Antigen-Schnelltest)
    - durch einen negativen Antigen-Schnelltest ab Tag 7 der Absonderung 

  • Personen, die Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, sollten Kontakte weitestgehend reduzieren und beim Auftreten von Symptomen ärztlichen Rat einzuholen und sich testen lassen. 

  • Einrichtungen in denen vulnerable Personen betreut werden, sollen sich beim Auftreten von Corona-Fällen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen.

Hilfestellungen im Falle eines positiven Corona-Testergebnisses

Positiver PCR-Test

Sie haben sich einer Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mittels PCR-Test (auch PoC-PCR-Tests) unterzogen und Ihr Test ist positiv ausgefallen? 

Das müssen Sie jetzt beachten! (468,3 KiB)

Positiver Schnelltest

Sie haben sich einer Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mittels Antigen-Schnelltest (von geschulten Dritten durchgeführt oder von geeigneten Personen überwacht) unterzogen und Ihr Test ist positiv ausgefallen? 

Das müssen Sie jetzt beachten! (475,7 KiB) 

Anmerkung:  Alleine durchgeführte und nicht durch Dritte überwachte Selbsttests fallen nicht darunter.

Positiver Selbsttest

Sie haben an sich einen Selbsttest (ohne Beaufsichtigung geschulter Personen) auf das Coronavirus SARS-CoV-2 durchgeführt und Ihr Test ist positiv ausgefallen? 

Das müssen Sie jetzt beachten! (159,9 KiB)

„Oberstes Ziel ist es, das Ausbruchsgeschehen einzudämmen und den Schutz vulnerabler Personengruppen sicher zu stellen“, so der Amtschef des Sozialministeriums, Prof. Dr. Uwe Lahl, am Freitag, den 5. November in Stuttgart. „Die Ermittlung von Fällen und Kontaktpersonen muss daher dort gewährleistet werden, wo Personen besonders gefährdet sind, wie beispielsweise in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen“. „Die Pflicht zur Einhaltung der geltenden rechtlichen Regelungen bleibt aber bestehen, es erfolgt weiterhin eine Kontrolle durch die Ortspolizeibehörden. Wichtig ist zudem die Einhaltung der AHA+L Regeln“, betont Amtschef Lahl abschließend.

Weitere Informationen

Mitteilung des Sozialministeriums zu den Änderungen beim Fall- und Kontaktpersonenmanagement