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Weitere Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet

 

In der Wiesbrunnenstraße kann man ein aus der großen Zeit des Plochinger Weinanbaus noch erhaltenes Weinbergtürmle sehen. Vor hundert Jahren stand dieses 1559 erbaute Weingartschützenhäuschen noch mitten in den Weinbergen, von hier aus bewachte der Wengertschütz in der Herbstzeit die Weinberge.

Ein Stück weiter unten in der Schulstraße befindet sich das Haus Gablenberg, ein typisches Wengerterwohnhaus, erbaut 1799, heute Vereinshaus. Im Untergeschoß befindet sich eine historische Dampfhammerschmiede mit Transmissionsantrieb, die zu Vorführungen noch in Betrieb genommen werden kann.

Gegenüber errichtete der Baumeister Fritz Stuber im Stil der ausgehenden Gründerzeit 1900 das Plochinger Schulhaus. Bereits 1919 zog hier die Gemeindeverwaltung ein und bis heute ist das Gebäude als Rathaus Sitz der Stadtverwaltung. Im Erdgeschoß befindet sich im ehemaligen Heizungskeller des Hauses die Städtische Galerie, in der der Kulturverein "Initiative Mahlwerk" in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt wechselnde Ausstellung zeitgenössischer Kunst zeigt. Den Rathausvorplatz ziert eine bronzene Figurengruppe er Künstlers Andreas Theurer aus dem Jahr 1988. Zentrales Motiv der Figurengruppe ist das Doppelkopfmedaillon, Sinnbild für Vergangenheit und Zukunft, um das sich drei weitere Figuren gruppieren.

Rathaus

Der Plochinger Bahnhof im unteren Stadtgebiet wurde zwischen 1905 und 1907 vom berühmten Architekten Theodor Fischer im Jugendstil erbaut. Gegenüber befindet sich die Eisenbahnersiedlung, ebenfalls von Theodor Fischer, deren Portale mit schönen Jugendstilreliefs geschmückt sind. Die Bahn stellte seit dem vergangenen Jahrhundert zahlreiche Arbeitsplätze in Plochingen. Plochingen wurde sehr früh - schon im Jahre 1846 - an die Bahn angeschlossen und bereits 1858 Bahnknotenpunkt. Der Plochinger Bahnhof ist Kreuzungspunkt wichtiger Bahnlinien und ebenso Verknüpfungspunkt zwischen der Bundesbahn und der S-Bahn.

Bahnhof

Auf halber Hanghöhe steht die katholische Kirche St. Konrad, im Jahre 1929 vom Architekten Alfred Schmitt aus Stuttgart als Ziegelbauwerk errichtet. Sankt Konrad ist wohl der erste Sakralbau überhaupt, der mit damals völlig neuen Konstruktionsmitteln, nämlich mit Dreigelenksbogenbindern aus Holz - der Faser nach gebogen und verleimt - errichtet wurde. Durch diese Konstruktion konnte erreicht werden, dass sich das Kirchenschiff weit in das steile Dach hinein wölbt, die Wände nahtlos in die Decke übergehen und so ein wunderbar leichter und lichtdurchfluteter Raum, das Wesentliche für einen Sakralbau, entstand. Bei der Renovierung der Kirche 1999 kamen unter der Tünche der Kirchendecke wieder die ursprünglichen Malereien zum Vorschein, die nach Stil, Form- und Farbgebung der geometrischen Linien- und Flächengestaltung mit der Malerei des berühmten Bauhauses vergleichbar sind.

St. Konrad

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