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Rund um den Marktplatz

Der Marktplatz mit seinen wertvollen Fachwerkbauten bildet die historische Mitte Plochingens:

 

Marktplatz mit altem Rathaus

Das Alte Rathaus, ein markanter alemannischer Fachwerkbau von regionaler baugeschichtlicher Bedeutung, wurde 1530 erbaut. Die Balken sind in der berühmten Form des "Schwäbischen Mannes" eingestellt, mit angeblatteten Fuß- und Kopfbändern. 1977 wurde das Gebäude im Rahmen der Innenstadtsanierung von seinem ehemaligen Standort in der Neckarstraße an den heutigen Marktplatz versetzt. Im Rahmen einer Bürgeraktion trugen Plochinger Bürgerinnen und Bürger durch Spenden zu diesem spektakulären Vorhaben bei. Heute finden im Alten Rathaus standesamtliche Trauungen statt, hier tagt auch der Gemeinderat. Im Sitzungssaal befindet sich seit November 2000 das Wandbild "Allegorie der guten Regierung", das der Leipziger Künstler Michael Triegel im Auftrag der Stadt geschaffen hat. Das Bild zeigt eine allegorische Darstellung Plochingens an der Schwelle zur Jahrtausendwende und knüpft thematisch an wichtige Vorbilder der Rathausausstattungen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert an. Vor dem Panorama Plochingens sind die personifizierten Tugenden und Ziele und die soziale Verpflichtung, die das Gemeinwesen und ihre Entscheidungsträger auszeichnen mögen, symbolisch dargestellt.

 

Aus dem Jahr 1594 stammt das Frühmesserhaus mit seiner schönen Fassade. Selten findet man im süddeutschen Raum ein
vergleichbares Renaissance-Fachwerk: Halbrosetten, Sonnenräder, Flechtwerkverzierungen, die Sterngitter im fränkischen Stil, dazu      im Giebel der Doppelkopf und der geschnitzte Fensterrahmen mit den ihn tragenden Köpfen zeichnen das Frühmesserhaus aus. Bis 1978 stand es direkt hinter der Ottilienkapelle, musste dann im Rahmen der Innenstadtsanierung einer Straße weichen und wurde am jetzigen Platz neu aufgebaut. Die originale Fachwerkfassade wurde dem neuen Baukörper vorgeblendet. Heute befinden sich im      Frühmesserhaus die Stadtbücherei und Räume der Volkshochschule.

Frühmesserhaus

Grafsches Haus

Das Grafsche Haus am oberen Marktplatz wurde im Jahr 1604 vom Schultheiß Hieronimus Buntz als Wohnhaus gebaut. Für die Zimmerarbeiten beauftragte er den berühmten Zimmermeister Hans Peltin, der hier sein schönstes Plochinger Fachwerk erstellte. Die Fachwerkbalken sind in Flachrelief mit Motiven geschmückt, so zeigt z.B. der Mittelständer des oberen Dachgeschosses ein klassisches Motiv der Renaissance, einen aus einer römischen Amphore wachsenden Lebensbaum. Auf dem rechten Eckbalken hat sich der Bauherr Hieronimus Buntz verewigt. Bemerkenswert ist auch die Steinmetzarbeit des Renaissanceportales von Michael Krell. Unter dem Gebäude befindet sich noch ein großes Kellergewölbe des ehemaligen Weinkellers.

 

Den Marktbrunnen schuf 1978 der Künstler Karl Ulrich Nuß aus Strümpfelbach. Auf der Brunnensäule thronen Fischmann und Fischfrau, die Personifikationen von Neckar und Fils, als Symbole für den Zusammenfluß der beiden Flüsse in Plochingen. Die Brunnensäule selbst ist mit Reliefs versehen, die herausragende Ereignisse aus der Plochinger Geschichte illustrieren

Marktbrunnen

Glockenspiel

Am Haus "Grüner Baum" wurde 1989 ein Glockenspiel angebracht. Es besteht aus 15 Bronzeglocken und erklingt täglich um 11.05 Uhr, 15.05 Uhr und 17.05 Uhr



 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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